Der Fluss Soča
Über den Fluss Soča
Die Soča, ein 138 km langer Alpenfluss, ist einer der schönsten Flüsse Europas und ein wichtiges Naturgut des Nationalparks Triglav. Sie ist berühmt für ihre charakteristische smaragdgrüne Farbe und die lebhaften Stromschnellen im oberen Strom. Die Soča entspringt unterhalb der Hänge der mächtigen Berge Jalovec, Travnik und Mojstrovka. Sie fließt die meiste Zeit in Slowenien, übergeht dann bei Gorizia in die Friaul-Tiefebene und mündet in einem weiten Delta in den Golf von Triest in der Adria. Der gesamte obere Strom der Soča von der Quelle bis Tolmin gehört zum Schutzgebiet Natura 2000, unter anderem wegen der Soča-Forelle und der Wasser- und Uferlebensräume. In der Antike war die Soča unter verschiedenen Namen bekannt, Aesontius, Sontius, Aesontio, Isontius. Sie war auch eine Inspiration für den slowenischen Dichter Simon Gregorčič (1844-1906), der Ihr sein berühmtestes patriotisches Lied Soča widmete, in dem er sogar die Schrecken des Krieges voraussah, die später während des Ersten Weltkriegs an der Isonzofront (Isonzoschlachten) wirklich geschahen. Im Jahr 2007 drehte Disney einige Szenen des Films Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia auf seinen Stromschnellen. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen blaugrünen Farbe erhielt sie zu Recht einen anderen Namen, der Smaragdfluss.
Die Legende von Soča
Die Flüsse Drava, Sava und Soča sind Schwestern. Sie haben einmal entschieden, wer am nächsten Tag als erster auf See ankommen würde. Am Abend schliefen Sava und Soča ein, aber die Drava verstummte und begann bald ruhig wieder zu fließen. Als Sava morgens aufwachte, bemerkte sie, dass die Drava bereits auf das Meer zurollte. Also ging sie selbst auch wütend los. Endlich erwachte die Soča. Als sie sah, dass ihre Schwestern sie ausgetrickst hatten, durchbrach sie mit furchtbarer Wucht die Bergwände auf der gegenüberliegenden Seite, rannte wütend durch die felsigen Schluchten und kam als erste zum Meer.
